| Ahaus | Alstätte | Graes | Ottenstein | Wessum | Wüllen | ||||||||||||||||||
![]()
|
![]() |
|
||||||||||||||||
>position.
|
||||||||||||||||||
UWG-Position, 01. April 2004Erklärung der Fraktion der UWG zu den geplanten Castor-Transporten, Sondersitzung des Stadtratesvon Dieter Homann, UWG-FraktionsvorsitzenderDie Fraktion der UWG hat die heutige Sondersitzung des Rates der Stadt Ahaus beantragt, weil die Genehmigung der Castor-Transporte aus Rossendorf seitens des Bundesamtes für Strahlenschutz zu befürchten war. Die Genehmigung ist vorgestern erteilt worden, doch ob die Genehmigung jetzt auch in Anspruch genommen wird, ist eine politische Entscheidung der CDU-Landesregierung in Sachsen. Dadurch ist ein eindeutig ablehnendes Votum der Castor-Transporte durch den Ahauser Rat von besonderer Bedeutung. Vor dem Hintergrund der ernsten Sicherheitslage nach den Anschlägen in der jüngsten Vergangenheit sind die Atommüll-Transporte unter neuen Sicherheitskriterien zu betrachten. Dadurch sind die Transport-Risiken noch unkalkulierbarer geworden und der Bevölkerung in Ahaus und dem Münsterland, aber auch entlang der gesamten Strecke von über 600 Kilometern, nicht zuzumuten. Außerdem ist angesichts der angespannten Sicherheitslage ein Einsatz von Tausenden von Polizisten über Wochen oder gar Monate nicht zu verantworten. Neben der Transportrisiken spielt die äußerst fragwürdige Langzeitsicherheit der Castor-MTR-2 Behälter für die Beurteilung eine wesentliche Rolle. Hierzu hat das sächsische Umweltministerium deutlich verlauten lassen, dass im Moment für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe, aber dauerhaft die Sicherheit in Rossendorf nicht gewährleistet werden könne. Gerd Uhlmann vom sächsischen Wissenschaftsministerium ergänzt, dass die Altlasten aus Rossendorf verschwinden sollen, um so einer potenziellen Gefährdung auf die konsequenteste Weise zu begegnen bzw. vorzubeugen. Diese Äußerungen machen auf entlarvende Weise deutlich, welche Gefährdung auf Ahaus zukommen wird. Die UWG-Fraktion sieht nicht die Transportbereitsstellungshalle in Rossendorf als sichere und dauerhafte Lagermöglichkeit für die Castoren an. Doch noch viel weniger ist die Ahauser Halle dafür sicher und geeignet: Ein Indiz hierfür ist, dass nach dem verheerenden Terroranschlag vom 11. September 2001 erhöhte Sicherheitskriterien bei der Genehmigung kerntechnischer Anlagen zugrunde gelegt wurden. Da Ahaus bereits genehmigt war, gelten hier noch die alten Maßstäbe. Ein weiterer Beleg hierfür ist, dass die Castoren in Ahaus zum Teil in Pfützen stehen und Rost ansetzen. Der bereits zitierte Gerd Uhlmann hat außerdem ausgeführt, dass das Standortimage in Rossendorf durch die Transporte verbessert werden solle. Wenn ich hier nun mal das Standortimage von Ahaus und der Region bezogen auf den Stadtmarketing-Prozess außen vor lasse, so ist davon auszugehen, dass die Landwirtschaft in unserer Region, die einen der wichtigsten Wirtschaftszweige ausmacht, deutliche Absatzeinbußen hinzunehmen hätten. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen beziffert ihre Kosten für die Atommüll-Transporte aus Rossendorf mit etwa 50 Millionen Euro, nach sächsischen Ministeriumsangaben betragen die Kosten für die Abtransporte 335 Millionen Euro. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Steuerzahler. In einer Zeit, in der bei Renten und der Gesundheit gekürzt wird, in der an vielen weiteren wichtigen Stellen öffentliche Mittel eingespart und die Bürger zusätzlich belastet werden, muß dieser sinnlosen Verschwendung von Steuergeldern ein Riegel vorgeschoben werden. Der Ahauser Rat muss sich außerdem in aller Entschiedenheit gegen die Atommüll-Transporte aus dem Forschungsreaktor Rossendorf zur Wehr setzen, um nicht Tür und Tor zu öffnen für den Atommüll aus dem Forschungsreaktor München-Garching FRM-II. Auch hier ist Ahaus als Entsorgungsnachweis vorgesehen und wenn dieser zum Tragen käme, würden hochangereicherte und damit waffentaugliche Brennelemente in Ahaus eingelagert. Die jetzt erteilte Transportgenehmigung basiert auf dem Atomgesetz und da bezweifelt die UWG-Fraktion wie Innenminister Behrens, ob die Kriterien des § 4 des Atomgesetzes ausreichend gewürdigt wurden. Danach ist eine Genehmigung nur zu erteilen, wenn der erforderliche Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter gewährleistet ist und überwiegende öffentliche Interessen der Wahl der Art, der Zeit und des Weges der Beförderung nicht entgegenstehen. Die Fraktion der UWG hat erhebliche Zweifel daran, ob die Genehmigung einer juristischen Überprüfung nach diesen Kriterien Stand halten würde. Zahlreiche Menschen in Ahaus und der Region, Umweltverbände und kirchliche Gruppierungen haben bereits deutliche Zeichen gegen die geplanten Castor-Transporte gesetzt und entsprechende Resolutionen verfasst. Dafür ist unsere Fraktion sehr dankbar. Wir hoffen, dass sich nun auch die CDU-Fraktion endlich zu einem deutlichen Signal gegen die überflüssigen und risikoreichen Castor-Transporte entschließt und unseren vorgeschlagenen Resolutionsentwurf in diesem Sinne unterstützt.
Pressespiegel Castor Rossendorf-Ahaus >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x3.
Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ahaus, 06. Juni 2005 >aktuell. >juni05. >rückblick castor aus rossendorf x2. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf x1. >aktuell. >mai05. >rückblick castor aus rossendorf vorlauf x1.
Münsterland-Zeitung, 25. Mai 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 23. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 11. Mai 2005
Münsterland-Zeitung, 03. Mai 2005
Die Tageszeitung, 28. April 2005
Münsterland-Zeitung, 19. April 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung 05. April 2005
Münsterland-Zeitung, 30. März 2005
Münsterland-Zeitung, 15. März 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. März 2005
Die Tageszeitung, 10. März 2005
Die Tageszeitung, 28. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 24. Februar 2005
WDR, 20. Februar 2005
Münsterland-Zeitung, 10. Februar 2005
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 14. Januar 2005
Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2004
Münsterland-Zeitung, 15. Dezember 2004
Freie Presse Sachsen, 11. November 2004
Die Tageszeitung, 09. November 2004
Münsterland-Zeitung, 28. Oktober 2004
WDR, 21. Oktober 2004
Leipziger Volkszeitung, 13. Oktober 2004
Münsterland-Zeitung Ahaus 12. Oktober 2004
Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., Pressemitteilung, 06. Oktober 2004
Sächsische Zeitung, 28. September 2004
Münsterland-Zeitung, 28. September 2004
ahaus-online.de, 11. September 2004
WDR, 01. September 2004
Westfälische Nachrichten, 20. August 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", WigA Münster, Pressemitteilung, 06. August 2004
WDR, 06. August 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 03. Juli 2004
DDP-Agenturmeldung, 02. Juli 2004
Münsterland-Zeitung, 24. Juni 2004
WDR, 08. Juni 2004
Sächsische Zeitung, 13. Mai 2004
Münsterland-Zeitung, 19. April 2004
Münsterland-Zeitung, 02. April 2004
Münsterland-Zeitung, 31. März 2004
Münsterland-Zeitung, 24. März 2004
Die Tageszeitung, 18. März 2004
Münsterland-Zeitung, 13. März 2004
Westline, 10. März 2004
Münsterland-Zeitung, 10. März 2004
Neue Ruhr-Zeitung, 06. März 2004
Münsterland Zeitung, 04. März 2004
Münsterland Zeitung, 03. März 2004
Sächsische Zeitung, 01. März 2004
Die Tageszeitung u.a., 20. Februar 2004
Sächsische Zeitung, 20. Februar 2004
Münsterland-Zeitung, 17. Februar 2004
Leipziger Volkszeitung, 07. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 02. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus" u.a., 01. Februar 2004
BI "Kein Atommüll in Ahaus", 20. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 15. Januar 2004
Die Tageszeitung, 11. Januar 2004
Münsterland Zeitung, 19. Dezember 2003
Die Tageszeitung, 19. Dezember 2003
Westfälische Nachrichten, 19. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 18. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen u.a., 17. Dezember 2003
Münsterland Zeitung, 02. Dezember 2003
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen/Grüne Liga Sachsen
|
||||||||||||||||||
| update |
|
|||||||||||||||||