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UWG-Position, 21. März 2003Ansprache zum Sonntagsspaziergang am 21. März 2004von Dieter Homann, UWG-Fraktionsvorsitzender
Die Castoren sollen wieder rollen ...
Wir haben uns hier versammelt, weil mit diesem Plan eine Horrorvision immer greifbarer wird: Ahaus wird mehr und mehr zum atomaren Müllplatz der Nation! Und welche Sorgen quälen die Damen und Herren der Ahauser CDU?
Das sind die wichtigsten Anliegen der Ahauser CDU und allen voran ihres jüngsten Mitglieds im Deutschen Bundestag, Jens Spahn, und des Fraktionsvorsitzenden Felix Büter. Deren Verniedlichung, den Rossendorfer Atommüll als relativ harmlosen strahlenden Abfall der medizinischen Forschung darzustellen, ist eine Lüge und eine arge Volksverdummung. Daran scheinen jetzt Trittin und die rotgrüne Landesregierung anknüpfen zu wollen. Vor wenigen Tagen noch bezeichnete die Landesregierung die Transporte als unsinnig und überflüssig, jetzt schlägt sie vor, den Atommüll mit der Bahn nach Ahaus zu transportieren. Das ist keine Volksverdummung mehr, das ist hinterhältig. Gestern vor 6 Jahren rollte der letzte Castor-Transport nach Ahaus - der Ausnahmezustand, die Verletzung von Grundrechten, das Verschweigen der Kontaminationen - sollte die Politik nichts daraus gelernt haben? Die Kassen des Staates sind leer. Das Geld reicht nicht für die Renten, das Geld reicht nicht für die Gesundheit, das Geld reicht nicht für viele wichtige Aufgaben in unserem Land ... ... aber die Politiker haben keine Skrupel, zig Millionen Euro für einen überflüssigen Transport von Rossendorf nach Ahaus zu verschwenden und dabei ein unkalkulierbares Risiko für die Bevölkerung in Kauf zu nehmen. Um das zu verhindern, ist heftiger Protest notwendig. Ich danke daher allen Menschen, die uns in unserem Kampf unterstützen, ganz herzlich. Nennen möchte ich hier besonders die Frauen der kfd, die ihre Rechte und Pflichten als Frauen und Mütter wahrnehmen, die Pfarrgemeinde St. Marien und Pax Christi, die in christlicher Verantwortung deutlich Position bezogen haben. Mein Dank gilt auch den Landwirten, die heute ihren Widerstand sehr eindrucksvoll demonstrieren. Das Mitglied des Bundestages Spahn hat versucht die Landwirte einzuschüchtern. Ihnen sage ich: Loat U van düssen Kerl nich bange maaken! Und vergessen möchte ich hierbei auch nicht die Menschen aus Sachsen, die heute in Rossendorf auf die Straße gehen, um zu unterstreichen, dass es ihnen nicht wie ihrer Landesregierung um Kirchtumsdenken geht. Burkhard Helling hatte mich gebeten, mich kurz zu fassen. Mir ist klar, dass wir den Castor nicht mit langen Reden, sondern mit entschlossenen Aktionen verhindern. Das ist heute erst der Anfang - lasst uns alle so weitermachen! Danke!
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