Anfrage für die Ratssitzung am 31. Januar 2001
Brennelemente-Zwischenlager Ahaus/Lochfraß
Das
Energieministerium in Kiel hat am 18. Januar 2001 mitgeteilt, dass im Atomkraftwerk
Brokdorf sog. "Lochfraß" an vier Edelstahlfässern vom Betreiber festgestellt
wurden. Die Fässer sind nach Angaben des Ministeriums mit radioaktiven Abfällen
(getrockneten Schlämmen, Aktivkohle und Bauschutt) gefüllt. Diese Fässer seien erst
vier Jahre alt; der darin gelagerte schwach- und mittelradioaktive Müll müsse noch auf
viele Jahre sicher oberirdisch gelagert werden. Das Bundesumweltministerium und das
Bundesamt für Strahlenschutz seien informiert worden, da die Korrosion solcher Fässer
die Lagerfähigkeit und Handhabbarkeit der Behälter in Frage stellt.
Die UWG-Fraktion hat diese Situation mit Besorgnis zur Kenntnis
genommen und bittet die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen in der kommenden
Ratssitzung:
Sind die in Brokdorf verwandten Behälter für die Lagerung in der
geplanten zweiten Lagerhalle vorgesehen? In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage,
inwieweit GNS ihren Antrag vom 28.10.1997 auf Verlängerung der Geltungsdauer der
Baugenehmigung für die zweite Lagerhalle aufrechterhalten will. Hat GNS auf Ihre
diesbezügliche Anfrage bereits eine Erklärung abgegeben?
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