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Antrag für die Ratssitzung am 04. April 2001

BZA Ahaus als Entsorgungsnachweis für Forschungsreaktor FRM-II

Die Fraktion der UWG im Rat der Stadt Ahaus beantragt, dass sich der Rat der Stadt Ahaus in einer Resolution an die entsprechenden Behörden im Bund und den zuständigen Ländern mit aller Entschiedenheit gegen die Absicht, das BZA Ahaus als Entsorgungsnachweis für den Forschungsreaktor FRM-II Garching zu genehmigen, aussprechen möge.


Begründung:

Zwar gibt es derzeit keine gültige Genehmigung für das BZA Ahaus als Entsorgungsnachweis für den FRM-II, doch wird bereits öffentlich seitens der Betreiber diesbezüglich auf bindende Verträge mit dem Zwischenlager Ahaus für 30 Jahre argumentiert, um die erstrebte Genehmigung für den Betrieb des FRM-II zu erhalten.

Mit der Einlagerung dieser hochangereicherten und damit waffentauglichen Brennelemente würde das BZA und die damit verbundene Sicherheitsproblematik eine neue Qualität erhalten. Daher gilt es, nicht zuletzt im Interesse der Ahauser Bevölkerung, die Bundesregierung und die entsprechenden Landesregierungen aufzufordern, ihre Verantwortung hinsichtlich der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffenmaterial wahrzunehmen. Dies bedeutet die Pläne für den Forschungsreaktor FRM-II zu stoppen, um damit auch dem Vorhaben der hochgefährlichen Entsorgung im BZA Ahaus ein Ende zu bereiten.

Münsterland Zeitung, 06. April 2001

UWG fordert Signal des Rats

Forschungsreaktor Garching war Thema

von Stefan Grothues

Ahaus. Das Brennelement-Zwischenlager soll als Entsorgungsnachweis für den Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München dienen. Gegen diese Überlegungen, so die UWG-Fraktion, soll sich der Rat der Stadt Ahaus mit einer Resolution wenden.

"Es geht uns nicht um ein parteipolitisches Süppchen, sondern um ein deutliches Signal des Rates," erklärte der UWG-Fraktionsvorsitzende Dieter Homann. Mit der Einlagerung der "hochangereicherten und damit waffentauglichen Brennelemente" würde das BZA eine ganz neue Qualität erhalten, meinte Homann.

Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Felix Büter und Andreas Dönnebrink, machten am Mittwochabend deutlich, dass sie vor einer Beratung des Themas noch mehr Informationen wünschten.

Bürgermeister Dr. Dirk Korte sagte zu, die Verwaltung werde bei den Genehmigungsbehörden Erkundigungen über den Stand der Genehmigungen einziehen. Einstimmig vertagte der Rat daraufhin die Beratung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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