Antrag
für die Ratssitzung am 30. November 1999
Perspektiven der Schwangerschaftskonfliktberatung in Ahaus
Die UWG-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem
Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) neue Wege für die katholische
Schwangerschaftskonfliktberatung zu entwickeln, die auch in Zukunft die Aufrechterhaltung
des bewährten, qualifizierten Angebotes in diesem Bereich in Ahaus ermöglicht. Es sei zu
klären, welche Alternativen möglich und sinnvoll erscheinen, um das Angebot der
Schwangerschaftskonfliktberatung aufrechtzuerhalten sowie die Frage der organisatorischen
und/oder finanziellen Unterstützung durch die Stadt Ahaus zu prüfen.
Der Rat beschließt einstimmig, daß der Ausschuß für Familie, Soziales
und Senioren sich mit der Angelegenheit befassen und Überlegungen zur Sicherung des
Beratungsangebotes anstellen solle.

Antragstext:
Der Rat möge die Verwaltung beauftragen, gemeinsam mit dem Sozialdienst
Katholischer Frauen (SKF) neue Wege für die katholische Schwangerschaftskonfliktberatung
zu entwickeln, die auch in Zukunft die Aufrechterhaltung des bewährten, qualifizierten
Angebotes in diesem Bereich in Ahaus ermöglicht.

Begründung:
Der Sozialdienst Katholischer Frauen hat als freier Träger der
Wohlfahrtspflege in der Vergangenheit die Schwangerschaftskonfliktberatung angeboten und
verfügt hierin über jahrelange Erfahrungen und einen hohen Qualitätsstandard. Wir
halten es für unerlässlich, dass auch in Zukunft für den Bereich Ahaus das Angebot
einer qualifizierten Beratung in der bewährten Weise fortgeführt wird.
Nach dem erklärten Ausstieg der katholischen Amtskirche aus der
Schwangerschaftskonfliktberatung befürchten wir eine Gefährdung dieses Angebots. Daher
gilt es nun, die Fortführung der katholischen Schwangerschaftskonfliktberatung in
Verantwortung der Laien zu ermöglichen, wie dies auch bei der gestrigen Sitzung des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) mit überwältigender Mehrheit beschlossen
und damit der Laieninitiative "Donum Vitae" der Rücken gestärkt wurde.
Wir sehen daher dringenden Handlungsbedarf, die aktuelle Situation sowie
die Perspektiven einer kirchennahen Schwangerschaftskonfliktberatung zu prüfen. Dabei ist
zu klären, welche Alternativen möglich und sinnvoll erscheinen, um das Angebot der
Schwangerschaftskonfliktberatung aufrechtzuerhalten. sowie die Frage der organisatorischen
und/oder finanziellen Unterstützung durch die Stadt Ahaus zu prüfen.
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