
Hubert Kersting
41 Jahre, verheiratet, 3 Kinder
Diplom-Volkswirt
Bürgermeisterkandidat der UWG Ahaus
2. Vorsitzender der UWG Ahaus
Politischer Schwerpunkt: Finanz- und Wirtschaftspolitik, Stadtentwicklung, Sportpolitik
Wahlbezirk 11 - Wüllen, Voß
kersting@uwg-ahaus.de
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Wüllen!
In Wüllen aufgewachsen in einem politisch engagierten Elternhaus war ich
schon immer für politische Fragen aufgeschlossen und bin ständig dabei, mir meine eigene
Meinung durch Abwägen von Pro und Contra zu bilden. Im Beruf bin ich seit Jahren
gefordert, als Unternehmensberater durch kritisches Hinterfragen schwierige Lagen und
Situationen in kurzer Zeit zu analysieren und mit durchdachten Vorschlägen umgehend
Entscheidungen herbeizuführen.
Ich kandidiere nun für das Amt des ersten direkt gewählten
Bürgermeisters in Ahaus und als Kandidat der UWG für den Stadtrat in Wüllen. Eine
Unabhängige Wählergemeinschaft hat ein breites Meinungsspektrum, nicht die
Stromlinienform einer Partei. Der gesunde Menschenverstand soll entscheidenden Einfluß
auf die Politik haben, nicht wählerwirksame Taktiererei.
Als meine zukünftigen politische Ziele sehe ich insbesondere den Rückbau
der B 70, die Verkehrssicherheit für Schulkinder und Senioren, ein maßvolles,
überschaubares Wachstum des Dorfes, bezahlbares Bauland für junge Familien, ausreichend
Gewerbefläche für Arbeitsplätze im Ort, den Bürgerausschuß als Dorf-Parlament sowie
die Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen.
Jahrzehnte der absoluten Mehrheit der CDU rufen nach einem Wechsel.
Entscheiden Sie sich für eine unabhängige Kommunalpolitik!
Ihr Hubert Kersting

Interview Sommer '99
blickpunkt. Stellen Sie sich doch bitte einmal kurz vor!
Gerhard Zelle: Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe drei
Kinder. Als Tischler bin ich in einem mittelständischen Holzwerk beschäftigt, in dem ich
auch der Vorsitzende des Betriebsrates bin. Ich bin aktiver Gewerkschafter der
Gewerkschaft Holz und Kunststoff und engagiere mich als Tarifpolitiker auf Landes- und
Bundesebene.
Hubert Kersting: Ich bin verheiratet, Vater einer Tochter und
zweier Söhne und 41 Jahre alt. Als Diplom-Volkswirt bin ich als Unternehmensberater
tätig. Neben meiner Kandidatur im Wahlbezirk 11 kandidiere ich auch für das Amt des
ersten direkt gewählten Bürgermeisters in Ahaus.
Hermann Deuker: Ich bin 63 Jahre alt, ledig, Rentner und
Landwirt. Ich war vor 20 Jahren Gründungsmitglied der UWG Ahaus, bin seit 10 Jahren
Mitglied des Rates der Stadt und seit 5 Jahren Vorsitzender des
Landwirtschaftsausschusses.
blickpunkt. Herr Kersting, was waren Ihre Motive, in der
Kommunalpolitik aktiv zu werden?
Hubert Kersting: Ich bin in Wüllen in einem politisch
engagierten Elternhaus aufgewachsen. So war ich schon immer für politische Fragen
aufgeschlossen und bin ständig dabei, mir meine eigene Meinung durch Abwägen von Pro und
Contra zu bilden. Im Beruf bin ich seit Jahren gefordert, durch kritisches Hinterfragen
schwierige Lagen und Situationen in kurzer Zeit zu analysieren und mit durchdachten
Vorschlägen umgehend Entscheidungen herbeizuführen. Ich sehe hierin eine gute
Qualifikation und wichtige Voraussetzung für neue Aufgaben in der Kommunalpolitik.
blickpunkt. Und bei Ihnen, Herr Deuker?
Hermann Deuker: Die vor über zwanzig Jahren getroffene
Entscheidung für ein Atomlager war für mich der Anlaß, mit anderen die UWG Ahaus zu
gründen. Als Landwirt und ehemaliges Vorstandsmitglied des Landwirtschaftlichen
Ortsverein bin ich seit Jahrzehnten mit der Existenzsicherung landwirtschaftlicher
Betriebe befasst. Als Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses ist mein Ziel, mich
konsequent für die Landwirtschaft einzusetzen.
blickpunkt. Kann man da denn etwas erreichen?
Hermann Deuker: Sicher! Wenn man Flagge zeigt, ist durchaus etwas
zu erreichen. Das gilt nicht nur im Rathaus, sondern auch in Brüssel. Das haben in
besonderer Weise die Demonstrationen der Landwirte vor einiger Zeit gezeigt.
blickpunkt. Herr Zelle, Sie kandidieren nun schon zum dritten
Male für die UWG?
Gerhard Zelle: Das ist richtig. Mir ist eigentlich schon sehr
früh bewußt geworden, daß sich derjenige, der sich nicht in die Dinge des täglichen
Lebens einmischt, sein Leben nicht so gestalten kann, wie er es möchte. Jeder sollte
schon versuchen, seinen Teil dazu beizutragen, daß auch die Zukunft unserer Kinder
lebenswert bleibt. Als Betriebsratsvorsitzender habe ich immer wieder festgestellt, daß
man nur dann etwas erreicht, wenn man sein Ziel verfolgt und nicht den Kopf in den Sand
steckt. Unter den Punkt Lebenserfahrung fallen für mich auch die drei schweren Jahre als
alleinerziehender Witwer, aber auch hier war der richtige Weg das Ziel.
blickpunkt. Warum kandidieren Sie für die UWG und nicht für
eine der großen Parteien, Herr Zelle?
Gerhard Zelle: Entscheidungen, egal zu welchem Thema, sollte
jeder nach bestem Wissen und Gewissen treffen. Das kann man dann am besten, wenn man seine
Entscheidungen unabhängig treffen kann und nicht, wie es die CDU praktiziert, den
städtischen Haushalt mit Geldern aus der Atomindustrie mitfinanziert. Hier hat die
Politik der CDU die Stadt Ahaus zum Handlanger der Stromindustrie gemacht. Die Folgen
dieser leichtsinnigen und unverantwortlichen Handlungsweise hat Ahaus zum ersten Mal im
März 1998 richtig gespürt.
blickpunkt. Und was ist bei der UWG anders als bei den Parteien?
Gerhard Zelle: Wir leben heute in einer sehr schnellebigen Zeit,
wo Parteiprogramme selten die Realität des Lebens widerspiegeln und deshalb oft nur
bedingt zu gebrauchen sind. Hier genau setzt die Politik der UWG an: Wir ersetzen
Parteiprogramme lieber durch den gesunden Menschenverstand. Wir erlauben uns, quer denken
zu dürfen und Meinungsverschiedenheiten offen und ehrlich auszutragen, um dann unsere
Entscheidung, in Zusammenarbeit mit den Bürgern zu treffen.
Hubert Kersting: Das kann ich nur unterstreichen! Eine
Unabhängige Wählergemeinschaft hat ein breites Meinungsspektrum, nicht die
Stromlinienform einer Partei. Gesunder Menschenverstand, nicht wählerwirksame Taktiererei
muß entscheidenen Einfluß auf die Politik haben.
blickpunkt. Welche Pläne haben Sie konkret?
Hubert Kersting: Kommunalpolitik für Wüllen kann nicht nur
heißen, den Ortsvorsteher anzusprechen, um etwas zu erreichen. Wichtige Entscheidungen
der Ortsteile brauchen ortsnahen Sachverstand. Die UWG will daher Bürgerausschüsse in
allen Ortsteilen einsetzen. Der Bürgerausschuß setzt sich aus verschiedenen Vertretern
des Ortsteiles zusammen und kann mit bindender Wirkung wichtige Entscheidungen des
Ortsteils treffen. So bekommen die Bürger ein verbessertes Mitspracherecht. Wüllen
braucht einen Bürgerausschuß, damit Entscheidungen wieder im Dorf getroffen werden.
Gerhard Zelle: Wenn ich hier mal einhaken darf: Bestes Beispiel
für die Notwendigkeit der Bürgerausschüsse ist der Alleingang der CDU-Stadtverwaltung
bei dem kurzfristig beschlossenen Umbau der B 70 im Bereich der Höstenpumpe. Die Anwohner
der B 70 wurden überhaupt nicht gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.
blickpunkt. Herr Deuker, wie sehen Sie die Situation als
Ratsmitglied?
Hermann Deuker: Der Rückbau der B 70 ist seit über 10 Jahren
ein wichtiges Thema. Wer mit dem Fahrrad von Wüllen nach Ahaus fährt, wird schon in
Wüllen von schnellen PKW und schweren 40 Tonner LKW bedrängt. Schüler und Rentner
weichen häufig verkehrswidrig auf den Bürgersteig aus.
blickpunkt. Welche Lösungen sehen Sie hier?
Hermann Deuker: Wüllen braucht eine klare Trennung von Rad- und
Fußweg von der Fahrbahn und einen Umbau wie beispielsweise in Stadtlohn. Nur Fahrrad- und
Fußweg hochbord getrennt von den eingeengten Fahrbahnen bieten die notwendige
Verkehrssicherheit. Die Maßnahmen an der Höstenpumpe sind ein Tropfen auf den heißen
Stein und drängen sich als Wahlgeschenk auf. Daher fordert die UWG, wenn schon eine
Finanzierung der Gesamtmaßnahme vom Bund in den nächsten Jahren nicht erwartet werden
kann, konsequent und entschieden mit einem, dem neuen Finanzamt vergleichbaren,
Finanzierungskonzept die B 70 in nächster Zeit umzubauen. Das muß uns die Sicherheit,
gerade der schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren unbedingt wert sein.
blickpunkt. Herr Kersting, wo sehen Sie weitere Schwerpunkte?
Hubert Kersting: Die UWG will ein maßvolles, überschaubares
Wachstum des Dorfes. Verdichtete Bebauung mit größeren mehrstöckigen Wohnhäusern
gehören nicht ins gewachsene Dorfbild. Die Bauplätze müssen, gerade auch für junge
Familien, bezahlbar bleiben und durch die Bereitstellung von ausreichenden Gewerbeflächen
müssen krisensichere Arbeitsplätze geschaffen und die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft
werden. Dafür wird die UWG entschieden eintreten.
blickpunkt. Hat die CDU in Wüllen, gerade bei der Schaffung von
Kindergartenplätzen, nicht in der Vergangenheit eine gute Politik gemacht?
Hubert Kersting: Wenn die CDU im Grunde selbstverständliche
Maßnahmen wie neue Kindergärten und Schulumbauten zu ihren alleinigen Verdiensten macht,
so ist das ihre Sache. Es ist aber so, daß es bei diesen Themen in den Ratsfraktionen
kaum eine unterschiedliche Meinung gibt.
blickpunkt. Herr Zelle, als Betriebsratsvorsitzender,
Gewerkschafter und Mitglied des Kreissozialausschusses liegt Ihr Schwerpunkt
offensichtlich im sozialen Bereich?
Gerhard Zelle: Da liegen Sie genau richtig: Es ist mein
besonderes Anliegen, soziale Gerechtigkeit nicht in den Schubladen verstauben zu lassen,
sondern soziale Gerechtigkeit immer wieder neu zu fordern und vor Ort umzusetzen. Seit
über 10 Jahren bin ich für die Gewerkschaft in der Tarifpolitik auf Landes- und
Bundesebene tätig und weiß deshalb genau, wie schwierig es ist, für den "Kleinen
Mann" etwas zu erreichen und die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen. Hier will
ich mich auch in Zukunft in besonderer Weise engagieren.
blickpunkt. Und wo liegen, neben der schon erwähnten
Landwirtschaftspolitik, Ihre besonderen Schwerpunkte, Herr Deuker?
Hermann Deuker: Mein weiteres Anliegen ist die Bewahrung von
Tradition und Brauchtum. Gerade ein überschaubares Dorf hat eine lange Geschichte. Diese
ist gerade für die heutige Jugend eine wertvolle Orientierung, um sich in der Welt
zurecht zu finden. Die Veröffentlichungen des Heimatvereins geben einen Blick frei in die
Vergangenheit. Hier brauchen die Ehrenamtlich Tätigen auch in Zukunft politische
Unterstützung.
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